Achtung, Menschenlehren!

Die folgende Übersicht dokumentiert bedeutende Entwicklungen in der Geschichte der katholischen Kirche vom 2. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt, wie sich liturgische Praktiken, theologische Lehren, kirchliche Strukturen und Frömmigkeitsformen über einen Zeitraum von fast zwei Jahrtausenden herausgebildet und institutionalisiert haben.
Die Tabelle verdeutlicht den schrittweisen Prozess, in dem viele heute selbstverständliche Elemente des katholischen Glaubens und der kirchlichen Praxis entstanden sind. Dabei wird erkennbar, dass zahlreiche Praktiken und Dogmen nicht von Beginn an existierten, sondern sich im Laufe der Kirchengeschichte entwickelten, verfestigten und offiziell festgelegt wurden.
Die angegebenen Datierungen sind teilweise Näherungswerte, da sich viele Entwicklungen über längere Zeiträume vollzogen und nicht immer exakt datierbar sind.
Diese Lehren und Praktiken lassen sich nicht in der Bibel finden und widersprechen teilweise sogar den Lehren der Bibel.
| “Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.” (Matthäus 15,9) |
| ca. 160 n. Chr. | Anfänge des Märtyrerkultes |
| ca. 160 n. Chr. | Beginn des Engelkultes |
| ca. 160 n. Chr. | Reliquiendienst kommt auf |
| ca. 232 n. Chr. | Bischöfe, später auch der Papst, beginnen sich den Titel “Papa” (Vater) anzueignen. |
| ca. 260 n. Chr. | Aufkommen besonderer priesterlicher Kleidung |
| ca. 300 n. Chr. | Entwicklung des Mönchtums beginnt |
| ca. 313 n. Chr. | Kaiser Konstantin stellt das Christentum dem römischen Polytheismus gleich und beginnt, das Christentum zu privilegieren. 321 n. Chr. Arbeitsverbot am Sonntag. Wenig später erhob Kaiser Theodosius 380 n. Chr. das Christentum zur einzigen Staatsreligion und verbot ca. 391 n. Chr. alle heidnischen Kulte und Opfer. |
| nach 325 n. Chr. | Beginn der kirchlichen Baukunst unter Konstantin |
| nach 325 n. Chr. | Offizielles Priestertum entsteht. Altar wird als offizieller Kirchengegenstand eingeführt angenommen |
| nach 330 n. Chr. | Heiligenscheine treten auf; zuerst bei Christus-Bildern |
| nach 336 n. Chr. | Das Weihnachtsfest eingeführt |
| ca. 325–382 n. Chr., vermutlich 363/364 n.Chr. | Konzil zu Laodicea: Verlegung des Sabbats auf den Sonntag |
| nach 385 n. Chr. | Räuchern von Weihrauch eingeführt |
| nach 386 n. Chr. | Entstehung der Liturgien |
| ca. 400 n. Chr. | Offizielle Priesterweihe |
| 431 n. Chr. | Konzil zu Ephesus macht das Dogma der “Mutter Gottes” zu einem offiziellen Teil der katholischen Kirche |
| nach 440 n. Chr. | Die römischen Bischöfe fordern für sich den Titel ‘Pontifex maximus’ und beanspruchen die Oberherrschaft über die “Universelle Welt’ |
| ca. 529 n. Chr. | Gründung des ersten Klosters auf dem Monte Casino (Italien) |
| nach 550 n. Chr. | Die Kindertaufe wurde üblich / Erste Erwähnungen im 2. / 3. Jahrhundert |
| nach 590 bis 604 n. Chr. | Papst Gregor I bildet Fegefeuerlehre zum Glaubensdogma aus. Beginn der Fegefeuerlehre ca. im 3./4. Jahrhundert, u. a. Fürbitte und Eucharistie für die Toten. |
| nach 606 n. Chr. | Einführung der Kirchenglocken |
| nach 650 n. Chr. | Marienkult erweitert (Mariä Lichtmess. Mariä Verkündigung, Mariä Geburt) |
| nach 700 n. Chr. | Aufkommen der Kreuzesverehrung |
| nach 750 n. Chr. | Beichtstühle und ausgearbeitete Kanzeln noch unbekannt |
| nach 757 n. Chr. | Erste Orgel (Frankreich) |
| nach 787 n. Chr. | Bilderverehrung |
| nach 809 n. Chr. | Aufkommen des Fußkuss des Papstes |
| nach 910 n. Chr. | Aufkommen des Rosenkranzes |
| nach 1000 n. Chr. | Glockentaufe oder Weihe eingeführt |
| 1139 n. Chr. | Ehelosigkeit der Priester (Zölibat) fest beschlossen |
| nach 1119 n. Chr. | Aufkommen der Ablässe |
| nach 1140 n. Chr. | Gebrauch des Altarkreuzes wird zur Vorschrift |
| nach 1200 n. Chr. | Dispensation und Erhebung der heiligen Hostie |
| nach 1215 n. Chr. | Beginn der Inquisition, ab 1231 n. Chr. systematische Verfolgung |
| nach 1220 n. Chr. | Aufkommen der Ohrenbeichte |
| nach 1311 n. Chr. | Fronleichnamsfest |
| nach 1378 n. Chr. | Zunehmende Verweltlichung des Papsttums |
| ab 1504 n. Chr. | Ablasshandel (Tetzel) |
| 1534 n. Chr. | Gründung des Jesuitenordens |
| 1854 n. Chr. | Mariä “Unbefleckte Empfängnis offizieller Teil des Marienkultes |
| 1870 n. Chr. | Unfehlbarkeit des Papstes in der Sitten- und Glaubenslehre |
| 1950 n. Chr. | Mariendogma: “Mariä Himmelfahrt wird zum Lehr- und Glaubenssatz erhoben |
Weitere Details sind in der Ausarbeitung Babylonischer Wein zu finden!
Quellen:
- “Lehrbuch der Kirchengeschichte für Studierende”, Johann Heinrich Kurtz (1887)
- ChatGPT (2026)
Navigationspfad:








