Tod, Himmel und Hölle – Was sagt die Bibel dazu?

Eine Aus­ar­bei­tung und Zusam­men­stel­lung

Zusammenfassung

Die­se Aus­ar­bei­tung lässt sich in vier Abschnit­te zer­le­gen. Zunächst wird der Zustand der Toten (Was ist der Tod? Wo ver­blei­ben die Ver­stor­be­nen? Was ist die See­le?) behan­delt. Die wesent­li­che Schluss­fol­ge­rung ist die, dass der Mensch bis zu sei­ner Auf­er­ste­hung in einem unbe­wuss­ten Zustand (die Bibel nennt ihn „Schlaf“)  im Toten­reich ver­weilt [1].

Im zwei­ten Teil wird die Höl­le umfas­send dis­ku­tiert. Dabei zeigt sich, dass die Bibel ver­schie­de­ne, schein­bar wider­sprüch­li­che Aus­sa­gen über das Schick­sal der Gott­lo­sen beinhal­tet. In der vor­lie­gen­den Aus­ar­bei­tung wird ver­sucht, eine Har­mo­ni­sie­rung die­ser Unge­reimt­hei­ten zu fin­den. Im Wesent­li­chen ergibt sich dabei, dass das Grab und das Toten­reich oft mit der Höl­le ver­wech­selt wer­den. In der Höl­le selbst, d. h. in der Gerichts­voll­stre­ckung, wer­den die gott­lo­sen Men­schen nach ihren Taten bestraft. Die Ergeb­nis­se der vor­lie­gen­den Betrach­tung kön­nen aller­dings die Exis­tenz einer “ewig bren­nen­den Höl­le” nicht bestä­ti­gen. Viel­mehr ergibt sich das Bild einer ein­ma­li­gen, kom­plet­ten und end­gül­ti­gen Ver­nich­tung der Gott­lo­sen, des Bösen und des Todes selbst. Die­se Sicht wird als Anni­hi­la­tio­nis­mus [2] bezeich­net.

Der drit­te Teil lie­fert eine Gegen­über­stel­lung der drei wich­tigs­ten Leh­ren vom Schick­sal der Gott­lo­sen: Die Leh­re der ewi­gen Qual/Hölle/Verdammnis (tra­di­tio­nel­le Sicht), die All­ver­söh­nungs­leh­re und die Leh­re der beding­ten Unsterb­lich­keit und tota­len Ver­nich­tung der Gott­lo­sen. Die vor­lie­gen­de Aus­ar­bei­tung basiert im Wesent­li­chen auf der zuletzt genann­ten Leh­re. Kri­ti­ker ver­wei­sen auf Bibel­stel­len, die schein­bar mit der Leh­re nicht ver­ein­bar sind, und tra­gen ande­re Gegen­ar­gu­men­te vor. Auf die­se wird im drit­ten Teil aus­führ­lich ein­ge­gan­gen. Da die Vor­stel­lung von einer Höl­le mit ewi­gen Qua­len den meis­ten Men­schen unge­recht erscheint, haben Ver­tre­ter die­ser Leh­re ver­schie­de­ne Erklä­run­gen dazu vor­ge­schla­gen. Auch die­se wer­den dis­ku­tiert.

Der letz­te Teil wur­de 2026 ergänzt und stellt eine Her­aus­for­de­rung für die Ver­tre­ter der Mehr­heits­an­sicht dar. Es ist nicht nur so, dass die in die­ser Aus­ar­bei­tung ver­tre­te­nen Ansich­ten zum Zustand der Toten und zur Höl­le schein­bar im Wider­spruch zu ver­schie­de­nen Bibel­stel­len ste­hen. Auch die tra­di­tio­nel­len Ansich­ten ste­hen im Kon­flikt mit zahl­rei­chen Bibel­stel­len und es gibt gewich­ti­ge Argu­men­te, denen sich die Ver­tre­ter stel­len müss­ten. Ins­ge­samt sind hier über 60 Argu­men­te bzw. Her­aus­for­de­run­gen zusam­men­ge­tra­gen wor­den, die dis­ku­tiert wer­den müss­ten.

Inhaltsverzeichnis


  » Wei­ter in die­ser Aus­ar­bei­tung


[1] Dies ent­spricht in etwa der Ganz­tod­theo­rie, wie sie z. B. von Paul Alt­haus und Karl Barth ver­tre­ten wur­de. Aller­dings blei­ben Details offen, wie etwa die Fra­ge, wie Gott den Men­schen bei der Auf­er­ste­hung genau „auf­er­weckt“ oder „neu erschafft“.

[2] Der Anni­hi­la­tio­nis­mus und die Leh­re der beding­ten Unsterb­lich­keit füh­ren zum sel­ben Ergeb­nis: Der Gott­lo­se wird im Straf­ge­richt völ­lig ver­nich­tet. Daher wer­den bei­de Begrif­fe, also Anni­hi­la­tio­nis­mus und beding­te Unsterb­lich­keit, oft als Syn­ony­me ver­wen­det. Unter­schie­de erge­ben sich in der Beschrei­bung des noch leben­den Men­schen. Wäh­rend im Anni­hi­la­tio­nis­mus in der Regel davon aus­ge­gan­gen wird, dass der Mensch eine unsterb­li­che See­le besitzt, die im Straf­ge­richt ver­lo­ren geht, besagt die Leh­re der beding­ten Unsterb­lich­keit, dass der Mensch kei­ne unsterb­li­che See­le besitzt, son­dern durch Gott am Ende der Zeit die Unsterb­lich­keit ver­lie­hen bekommt.


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