Einführung und Vorwarnung

Die Fra­ge nach dem, was nach dem Tod des Men­schen pas­siert, ist eine jener Grund­fra­gen, mit denen sich die Men­schen schon immer beschäf­tigt haben. Heu­te gibt es eine Viel­zahl von unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen dar­über, was beim und nach dem Tod pas­siert. Wäh­rend die einen glau­ben, dass mit dem Tod „alles vor­bei“ ist, glau­ben ande­re an eine Wie­der­ge­burt – man­che sind sich sogar sicher, schon ein­mal gelebt zu haben. Aber auch in christ­li­chen Krei­sen gibt es Ver­wir­rung dar­über, wie das Jen­seits aus­sieht. Für die meis­ten Chris­ten gehen gute Men­schen nach dem Tod in den Him­mel und böse in die Höl­le. Der katho­li­sche Glau­be kennt zudem noch ein rei­ni­gen­des Fege­feu­er, in dem die began­ge­nen Sün­den gebüßt wer­den, bevor man in den Him­mel kommt.

Aber auch die Höl­le wird von Chris­ten unter­schied­lich ver­stan­den: Für die einen ist sie ein hei­ßer Ort, an dem die bösen Men­schen bis in alle Ewig­keit gequält wer­den – für die ande­ren ist es schlicht­weg das ewi­ge Getrennt­sein von Gott.

Im Fol­gen­den soll der Ver­such unter­nom­men wer­den, Licht in die­ses The­ma zu brin­gen, fal­sche Vor­stel­lun­gen aus dem Weg zu räu­men und schein­bar wider­sprüch­li­che Aus­sa­gen der Bibel zu har­mo­ni­sie­ren.

Vor­war­nung:  Die Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Sicht­wei­sen wer­fen ein­an­der vor, die Bibel in ein Pro­krus­tes­bett ein­zu­span­nen, d.h. ver­schie­de­ne Tex­te „gewalt­sam“ ihrer Grund­über­zeu­gung anzu­pas­sen. Die zahl­rei­chen Flos­keln rei­chen von „den Tex­ten Gewalt antun“ bis hin zu „Ver­ge­wal­ti­gung von Tex­ten“ und „Text­ver­dre­hun­gen“. Man erkennt dar­an, wie emo­ti­ons­ge­la­den die Debat­ten sind.

Wer erwar­tet, dass die­se Aus­ar­bei­tung alle schwie­ri­gen Bibel­stel­len klar und zwei­fels­frei im Sin­ne der einen oder ande­ren Sicht­wei­se aus­legt, der wird ent­täuscht sein. Es wer­den wohl immer ein paar Text­stel­len blei­ben, die (schein­bar?) nicht ohne einen fah­len Bei­geschmack mit einer bestimm­ten Sicht­wei­se har­mo­ni­siert wer­den kön­nen.

Der Vor­wurf, bei ande­rer Sicht­wei­se sei­en Tex­te miss­in­ter­pre­tiert, ist letzt­end­lich nur ein rhe­to­ri­scher Trick, um davon abzu­len­ken, dass man selbst gezwun­gen ist, bestimm­te Pas­sa­gen gezielt im Sin­ne der eige­nen Sicht­wei­se „aus­zu­le­gen“.

Letzt­end­lich zählt die Gesamt­heit der dafür oder dage­gen spre­chen­den Text­stel­len sowie die Deut­lich­keit ein­zel­ner Bibel­tex­te. Jeder muss sich irgend­wann für eine Sicht­wei­se ent­schei­den, denn die unter­schied­li­chen Deu­tun­gen kön­nen nicht alle gleich­zei­tig rich­tig sein. Die­se Aus­ar­bei­tung soll eine Hil­fe für die­se Ent­schei­dung sein. Dabei sol­len nicht nur die Bibel­stel­len dis­ku­tiert wer­den, wel­che die Sicht des Autors unter­stüt­zen, son­dern auch jene, die ver­meint­lich die­se Sicht wider­le­gen.

  » Wei­ter zum Zustand der Toten



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