Prophezeiungen, die auf Jesus hingewiesen haben

von
Wal­ter Eber­hardt


Inhalts­ver­zeich­nis:

Die ers­te Weis­sa­gung und Chris­ti Geburt
Chris­ti Auf­tre­ten, Lei­den und Tod
Der Erlö­sungs­weg Jesu Chris­ti
Schluss
Über­sicht der wich­tigs­ten Bibel­stel­len
Bücher­emp­feh­lung

Der fol­gen­de Text stammt von Wal­ter Eber­hardt aus sei­nem Buch “Jesus Chris­tus, der Schlüs­sel der Heils­ge­schich­te”, Uni­on Ver­lag Ber­lin, Sei­ten 54–60. Ergän­zun­gen sind durch ecki­ge Klam­mern und Aus­las­sun­gen durch spit­ze Klam­mern gekenn­zeich­net. Der Text wur­de sprach­lich aktua­li­siert und 2026 wur­den eine Über­sicht am Ende sowie Buch­emp­feh­lun­gen ergänzt.


Die erste Weissagung und Christi Geburt

Wann erfolgte die Planlegung für die Erlösung?

  1. Apg. 15,18: Gott wuss­te um sei­nen Schöp­fungs- und Heils­plan schon vor Grund­le­gung der Welt. Auch das Auf­kom­men der Sün­de war ihm bewusst. Er rech­ne­te damit.
  2. So war auch der Tod Chris­ti als Opfer­lamm zur Erlö­sung vor­ge­se­hen (Offb. 13, 8), auch die Mög­lich­keit der Erret­tung für sol­che, die die­se Erlö­sung annah­men (Eph. 1, 4).

Wo findet sich die erste Weissagung auf Christus?

  1. 1. Mose 3, 15: Unmit­tel­bar nach dem Sün­den­fall offen­bar­te Gott, vom Wei­be wür­de einer kom­men (Same = Nach­kom­me), der wür­de Satan den Kopf zer­tre­ten, aber vor­her von ihm tod­brin­gend in die Fer­se gesto­chen wer­den.
  2. Wir haben hier die ers­te all­ge­mei­ne Weis­sa­gung, die ers­te fro­he Bot­schaft von einem Mensch gewor­de­nen Erlö­ser vor uns, das ers­te Evan­ge­li­um (= fro­he Bot­schaft) oder Pro­tevan­ge­li­um.
  3. Die Lie­be Got­tes ant­wor­te­te auf die Empö­rung des Men­schen im Sün­den­fall mit einer Ver­hei­ßung der Erlö­sung von der Sün­de samt ihren Fol­gen.

Woher sollte der Erlöser kommen?

  1. 1. Mose 9, 26: Die Mensch­heit ruh­te nach der Sint­flut auf den drei Söh­nen Noahs: Japhet, Sem und Ham. Trä­ger der Got­tes­bot­schaft soll­te Sem sein. Aus den Semi­ten war der Erlö­ser zu erwar­ten. Die­se Weis­sa­gung wur­de etwa 1700 Jah­re nach der Schöp­fung gege­ben.
  2. Mose 12,1–3; 22,16–18: Der Semi­te Abra­ham wur­de um 1900 v. Chr. von Gott aus der Groß­stadt Ur mit ihrem Mond­kult und and­ren reli­giö­sen und sitt­li­chen Gefah­ren, die auch sei­ne Sip­pe bedroh­ten (Jos. 24, 2), nach Kana­an beru­fen. Aus sei­nem Sohn Isaak soll­te Chris­tus gebo­ren wer­den (Gal. 3, 16).
  3. Mose 28,10 – 15: Von den bei­den Söh­nen Isaaks wird Jakob oder Isra­el der Trä­ger des Heils.
  4. 1. Mose 49, 10: Isra­els Fami­lie umfass­te zwölf Söh­ne, die spä­ter die Stäm­me für das Volk Isra­el bil­de­ten. Unter den zwölf Stäm­men wur­de der Erlö­ser aus Juda, dem vier­ten Sohn Isra­els, ver­hei­ßen. Aus Juda soll­te das könig­li­che Zep­ter und der “Held” kom­men.
  5. 5. Mose 18,15; Apg. 3,19 – 26: In sei­nem Auf­tre­ten wür­de Chris­tus dem Pro­phe­ten Mose glei­chen. Das wur­de um 1500 v. Chr. geweis­sagt.
  6. 2. Sam. 7,12–13: Aus dem Geschlecht Davids soll­te Chris­tus stam­men. Beim Auf­tre­ten Chris­ti wuss­ten des­halb alle Schrift­ge­lehr­ten in Jeru­sa­lem, dass Chris­tus ein Nach­kom­me (= Sohn) Davids sei (Mat­th. 22, 41 – 42). In sei­ner Pfingst­pre­digt wies Petrus nach, dass Jesus Chris­tus der Sohn Davids war (Apg. 2, 29 – 36).
  7. In wel­cher Stadt soll­te Chris­tus gebo­ren wer­den? Micha 5, 1: In Beth­le­hem in Juda, der Geburts­stadt Davids. Die­se Weis­sa­gung wur­de 700 Jah­re vor der Geburt Chris­ti gege­ben. Bei der Geburt Jesu wur­de den Hir­ten aus­drück­lich ange­kün­digt, dass der Hei­land in der Stadt Davids gebo­ren ward (Luk. 2,10 – 12). Auch die Schrift­ge­lehr­ten zur Zeit der Geburt Chris­ti wuss­ten aus der Schrift, dass Beth­le­hem die Geburts­stadt des “Mes­si­as” sein wür­de (Mat­th 2,1 – 8).

Unter welchen Umständen sollte der Erlöser geboren werden?

  1. Etwa 700 Jah­re v. Chr. weis­sag­te Jesa­ja (Jes. 7,14): Der Erlö­ser soll von einer Jung­frau gebo­ren wer­den und soll Imma­nu­el hei­ßen.
  2. Was heißt Imma­nu­el? Mat­th. 1, 23: = Gott mit uns, d. h. Chris­tus ist als Mensch in die Ket­te der Men­schen­ge­schlech­ter, also in den Ablauf der Welt­ge­schich­te mit ein­be­schlos­sen. Er ist einer von uns, ein Men­schen­bru­der.
  3. Woher stamm­te Jesus Chris­tus nicht? Mat­th. 1,18–25; Luk. 1, 26–38: Er stamm­te nicht von einem Man­ne, son­dern sein Vater ist Gott selbst. Wenn schon über jeder natür­li­chen Geburt eines Men­schen ein fei­nes Geheim­nis liegt, so ste­hen wir hier vor dem größ­ten Wun­der der Welt­ge­schich­te: “gebo­ren von der Jung­frau Maria”.

Christi Auftreten, Leiden und Tod

In welcher Weise sollte Christi Auftreten angekündigt werden?

  1. Schon Jesa­ja weis­sag­te von einer auf­kom­men­den Stim­me eines Pre­di­gers in der Wüs­te: Jes. 40, 3. Wer bezog die­se Weis­sa­gung auf sich? Joh 1,19 – 23: Johan­nes der Täu­fer, der etwa ein Jahr vor Jesus um 26 n. Chr. auf­trat.
  2. Wel­che Auf­ga­be soll­te der Vor­läu­fer Chris­ti haben? Um 440 v. Chr. weis­sag­te Malea­chi (Mal. 3, 1). Die­se Weis­sa­gung erfüll­te sich in Johan­nes, der dem Herrn den Weg berei­te­te (Luk 1, 76).
  3. Wor­in bestand die Weg­be­rei­tung? Mal 3, 23 – 24 Es soll­te zur Gesin­nungs­än­de­rung auf­ge­ru­fen wer­den. Die­sen Buß­ruf über­nahm Johan­nes (Luk. 1, 8–17).

Was wird über Jesu Auftreten geweissagt?

  1. Jes. 61, 1; 35, 5 – 6: Der Erlö­ser lehrt und heilt, was Jesus auch bestä­tig­te (Luk. 4, 16 – 21; Mat­th. 11, 4–5).
  2. Über 500 Jah­re vor­her kün­dig­te Sachar­ja den Ein­zug in Jeru­sa­lem auf einem Esel an (Sach. 9, 9; Mark. 11, 7 – 10).
  3. [Dan 9,24–27: Dani­el sah das Ende des Opfer­diens­tes durch das gro­ße Opfer Jesu. Die Visi­on erhält Hin­wei­se, durch die man sogar auf das Jahr sei­nes Auf­tre­tens und die Kreu­zi­gung schlie­ßen kann. Spä­ter wur­de es (angeb­lich?) den Juden von einem Rab­bi unter­sagt, die­ses Kapi­tel aus­zu­le­gen. Zu sehr pas­sen die Tex­te auf Jesus, den ver­wor­fe­nen Mes­si­as!]

Welche Einzelheiten über den Leidensweg Jesu wurden geweissagt?

  1. Er wur­de gemar­tert und litt gedul­dig (Jes. 53, 7).
  2. Er wur­de ver­höhnt und geschla­gen (Jes. 53, 3–4; Mat­th. 27, 27–30. 39–41).
  3. Er schwieg im Lei­den (Jes. 53, 7b; Mat­th. 27, 13–14. 45–46).
  4. Sie teil­ten sei­ne Klei­der unter sich (Ps. 22, 19; Mat­th. 27, 35).
  5. Sie reich­ten ihm Gal­le­nes­sig dar (Ps. 69, 22; Mat­th. 27, 34).
  6. Sei­nen Tod fand er bei Gott­lo­sen (Jes. 53, 9; Mat­th. 27, 38). sein Grab fand er bei Rei­chen (Jes. 53, 9; Mat­th. 27, 57–60).

[…]


Der Erlösungsweg Jesu Christi

Christi Eingang ins Erdendasein

Wor­auf soll­te die Weis­sa­gung gemäß dem Erlö­sungs­plan auf­ge­baut sein? Jes. 9, 5–6: Als Kind wie and­re Kin­der soll­te Chris­tus begin­nen. In der Hilf­lo­sig­keit eines Kin­des setz­te der Erlö­sungs­weg ein.

Welcher Art war seine Geburt?

  1. In gro­ßer Nied­rig­keit in einer Krip­pe gebo­ren (Luk. 2, 7). Nicht ein­mal Platz hat­te man für ihn auf der Erde (Joh. 1, 11). 2. Trotz ver­schie­de­ner Pro­phe­zei­un­gen wur­de er kaum erwar­tet:
    1. Beschei­de­ne Hir­ten glaub­ten an ihn: Luk. 2, 8–11. 15–20.
    2. Die Wei­sen aus dem Osten, auf­merk­sam gemacht durch den geweis­sag­ten Stern (4. Mose 24, 17), such­ten ihn auf: Mat­th. 2, 1–12.
    3. Zwei älte­re Men­schen waren am Tem­pel in Jeru­sa­lem auf die Ankunft des Knäb­leins vor­be­rei­tet: der alte Sime­on und die betag­te Han­na (Luk. 2, 25–38).

In welcher Weise wuchs das Knäblein auf?

Luk. 2,40: In aller Stil­le unter Ent­fal­tung aller Fähig­kei­ten, jeder Kin­des­stu­fe gemäß voll­kom­men und reif (Luk. 2, 48–50).

Welcher Charakterzug kam in der Menschwerdung zum Ausdruck?

Phil. 2, 6 – hat­te sein Dasein in Got­tes Art. Aber er sah die Gott­gleich­heit nicht als Mit­tel an, sich Beu­te zu gewin­nen (etwa in Gestalt der Hul­di­gung aller Wesen <…>). Nein, er ent­klei­de­te sich (sei­ner gött­li­chen Herr­lich­keit) und nahm Skla­ven­art an” (Albrecht-Übers.). “… sah er doch die Gott­gleich­heit nicht als einen fest­zu­hal­ten­den Besitz an …” (Men­ge­Übers.). <…>

Die Auseinandersetzungen mit Satan

Als Ver­nich­ter der Wer­ke Satans war Chris­tus auf die­se Erde gekom­men (1. Joh. 3, 8). Satan hat­te sich auf die­se Aus­ein­an­der­set­zung vor­be­rei­tet und war zur Ver­nich­tung des Got­tes­soh­nes ent­schlos­sen.

Wann setzte Satans Kampf ein?

Er benutz­te den König Hero­des, der das Jesus­knäb­lein beim beth­leh­emi­ti­schen Kin­der­mord zu ver­nich­ten droh­te (Mat­th. 2, 16 – 18j, wobei sich eine alte Jere­mia-Weis­sa­gung erfüll­te (Jer. 31, 15). Durch recht­zei­ti­ge Flucht ent­zog Gott das Kind den sata­ni­schen Nach­stel­lun­gen (Mat­th. 2, 13 – 14). Auf die­sen Mord­ver­such nimmt spä­ter die Offen­ba­rung Bezug (Offb. 12. 4).

Wodurch suchte Satan den Heiland beim Eintritt ins Lehramt zu Fall zu bringen?

Mat­th. 4,1 – 11: Wäh­rend sich Jesus durch Gebet, Schrift­for­schung und Fas­ten in der Ein­sam­keit der Wüs­te auf sein Mes­si­as­werk (Mes­si­as: hebr. = Chris­tus: griech. = der Gesalb­te) vor­be­rei­te­te, nah­te sich ihm Satan als Ver­su­cher in Gestalt eines Engels des Lichts.

In der ers­ten Ver­su­chung ging es um den Genuss wie beim Sün­den­fall, nur unter ungüns­ti­ge­ren Umstän­den für Jesus (kei­ne Para­die­ses­fül­le, son­dern Wüs­te; durch Fas­ten hung­rig und geschwächt); aber Chris­tus wider­stand durch die Schrift. Bei der drit­ten Ver­su­chung bot ihm Satan in der Anbe­tung sei­ner Per­sön­lich­keit einen leich­te­ren Weg zur Herr­schaft auf die­ser Erde an. Jesus hat­te Aus­sicht, den Schmach­weg des Kreu­zes zu umge­hen. So ver­lo­ckend die­ses Ange­bot war, so wider­stand Jesus doch und wehr­te die Ver­su­chung gleich­falls durch die Schrift ab. Auf die­sem Wege hät­te er die Ver­söh­nung und Erlö­sung der Men­schen nicht her­bei­ge­führt.

Welche weiteren Mordversuche unternahm Satan?

  1. Mark.3,1 – 6: Die Schrift­ge­lehr­ten lau­er­ten bei der Sab­bat­hei­lung des Gelähm­ten auf einen Anlass, ihn umzu­brin­gen.
  2. Luk. 4, 28–30: In sei­ner Vater­stadt Naza­reth woll­ten sie ihn vom Fel­sen hin­ab­stür­zen.
  3. Johan­nes berich­tet von zwei Stei­ni­gungs­ver­su­chen (Joh. 8, 58–59; 10, 31). 4. Schließ­lich waren die Hohen­pries­ter und Schrift­ge­lehr­ten bei Jesu letz­tem Besuch in Jeru­sa­lem zum Pas­sah­fest ent­schlos­sen, ihn umzu­brin­gen (Luk. 20, 19). Nur zum Fest selbst soll­te es nicht gesche­hen; denn sie fürch­te­ten Jesu wach­sen­den Ein­fluss beim Volk (Mat­th. 26,1 – 5).

Der Höhepunkt des Kampfes mit Satan

Er wuss­te um sei­nen Lei­dens­weg und kün­dig­te das auch sei­nen Jün­gern meh­re­re Male an, obwohl sie ihn nicht ver­stan­den (Mat­th. 16, 21; 20, 17 – 19; 26, 2; Luk. 18, 31 – 34). Petrus wur­de für ihn gera­de­zu zur Ver­su­chung (Mat­th. 16, 22 – 25). Bewusst schritt er mutig in den Todes­kampf.

Inwiefern war der Gebetskampf in Gethsemane die Vorstufe zum Kreuzesleiden?

  1. Je näher Gol­ga­tha her­an­rück­te, des­to ernst­li­cher rich­te­te sich Jesus inner­lich auf die Dar­bie­tung sei­nes Lebens aus. Er wuss­te aus Got­tes Wort um die Schreck­lich­keit der Qua­len (Jes. 53, 7–8). Doch in allem blieb er Mensch. In der dunk­len Mit­ter­nachts­stun­de begann er in Geth­se­ma­ne zu zagen und such­te die Teil­nah­me sei­ner Jün­ger (Mat­th. 26, 36–38).
  2. Mit sei­nem Vater rang er um den Lei­dens­weg und wur­de bereit, gesam­melt und gedul­dig den Weg bis zum Ende zu gehen (Mat­th. 26, 39–46).
  3. Bei­na­he wäre er schon in Geth­se­ma­ne dem Tode ver­fal­len gewe­sen (Luk. 22, 43 – 44)
  4. Dann ließ er sich gefan­gen­neh­men (Mat­th. 26, 47–50).

Wodurch erniedrigte Satan den Heiland bis zur tiefsten Stufe?

  1. Er ent­mu­tig­te alle Jün­ger so sehr, dass sie flüch­te­ten (Mat­th. 26, 56).
  2. Jesus muss­te den schmach­vol­len Ver­rat eines Judas, sei­nes Jün­gers, hin­neh­men (Luk. 22, 3 – 6).
  3. Er erleb­te die Ver­leug­nung des Petrus (Luk. 22, 54 – 62).
  4. Man ver­hör­te, ver­spot­te­te, schlug ihn (Luk. 22, 63 – 65).
  5. Man gei­ßel­te ihn, flocht ihm eine Dor­nen­kro­ne ums Haupt und leg­te ihm hohn­voll einen Pur­pur­man­tel an (Joh. 19,1 ‑3: Mat­th. 27, 27 – 30).
  6. Abschlie­ßend wur­de er öffent­lich der brül­len­den Volks­men­ge zur Schau gestellt und zum Kreu­zes­tod abge­ur­teilt (Mat­th. 27, 21 – 26).

Und dennoch sieben Kreuzesworte bei diesem Justizmord?

  1. Der Hei­land hängt nun am Kreuz zwi­schen Him­mel und Erde. Rohe Kriegs­knech­te hüten ihn. Sie rührt das Lei­den des “Ver­bre­chers” nicht (Mat­th. 27,36). Fast könn­te man sol­che Gleich­gül­tig­keit noch begrei­fen; denn es ist ihr Hand­werk. Aber was tut das “Got­tes­volk” der Juden? Es läs­tert ihn (Mat­th. 27, 39 – 40). Bei­na­he ist man ver­sucht, zu ent­schul­di­gen mit der Begrün­dung: Viel­leicht durch­schau­en sie den Ernst der Stun­de nicht! Wie ver­hal­ten sich aber die jüdi­schen “Gebil­de­ten”? Sie höh­nen (Mat­th. 27, 41–43). Und mit­ten hin­ein in die­se Läs­te­run­gen ruft Jesus die pries­ter­li­chen Wor­te: “Vater, ver­gib ihnen; denn sie wis­sen nicht, was sie tun!” (Luk. 23, 34).
  2. Zwi­schen zwei Ver­bre­chern ist der Hei­land gekreu­zigt wor­den. Obwohl sie in glei­cher Lage sind wie er, läs­tern sie mit (Mat­th. 27, 44), bis bei einem der Ver­bre­cher sich Ein­sicht und Gewis­sen regt und er in der letz­ten Stun­de den Hei­land als sei­nen Erlö­ser annimmt (Luk. 23. 39 – 42). Jesus ver­spricht ihm bei sei­ner Wie­der­kunft das ewi­ge Leben: “Und Jesus sprach zu ihm: Wahr­lich, ich sage dir heu­te: Mit mir wirst du im Para­die­se sein (Luk. 23, 43: Rein­hardt-Ubers.).
  3. Johan­nes und Jesu Mut­ter ste­hen ein­sam unter dem Kreuz. Inmit­ten sei­ner Qua­len gedenkt Jesus sei­ner Mut­ter, der er kein Erbe hin­ter­lässt. Da ver­traut er sie sei­nem Lieb­lings­jün­ger als Ver­mächt­nis an: “Weib, sie­he, das ist dein Sohn!“ (Joh. 19, 26–27).
  4. Schwei­gend lei­det Jesus von der 6. bis zur 9. Stun­de (12 Uhr bis 15 Uhr) am Kreuz inmit­ten einer dich­ten Fins­ter­nis (Mat­th. 27, 45). Er trägt die Sün­den der Mensch­heit, wird zur Sün­de, getrennt von sei­nem Vater (2. Kor. 5, 21). Hier hängt kein Gott­lo­ser, son­dern der Rei­ne, der unschul­dig von Gott Getrenn­te, der die­se Tren­nung als schwers­te Stra­fe erlebt (Jes. 53, 5). Die drei Lei­dens­stun­den nei­gen sich ihrem Ende zu. Da zer­reißt ein Schrei die Fins­ter­nis und Stil­le: “Mein Gott, mein Gott, war­um hast du mich ver­las­sen?” (Mat­th. 27, 46; Ps. 22, 2).
  5. <…> Er bleibt Mensch; er weiß, daß er über­wun­den hat. So bit­tet er: “Mich dürs­tet!” (Joh. 19, 28) und nimmt das dar­ge­reich­te Essig­was­ser, das bereit­ste­hen­de Sol­da­ten­ge­tränk (Joh. 19, 29 – 30a).
  6. Die Süh­nung der Sün­de ist gesche­hen. Das Opfer ist voll­endet. So ruft er nach der Durst­stil­lung aus: “Es ist voll­bracht!“ (Joh. 19, 30), noch nicht der vol­le Heils­plan, aber das Blut­op­fer zur Ver­ge­bung der Sün­den.
  7. Der Vor­hang im Tem­pel reißt mit­ten durch. Jesus ist bereit, sein Leben zu las­sen. Er gibt es frei­wil­lig (Joh. 10,17–18). Nie­mals stirbt wie­der jemand der­art. Laut ruft er: “Vater, in dei­ne Hän­de befeh­le ich mei­nen Geist!” (Luk. 23, 46). Er neigt sein Haupt und ver­schei­det. Selbst der Haupt­mann der Hen­kers­wa­che bezeugt: “Wahr­lich, die­ser ist Got­tes Sohn gewe­sen!” (Mat­th. 27, 54).

So starb Jesus, der Hei­land ohne Sün­de, für Sün­der (Hebr. 4, 15)


Schluss

  1. Es schien, als habe die Macht des Bösen gesiegt. Der Fer­sen­stich Satans schien gelun­gen zu sein. Der Got­tes­sohn war tot. Die gan­ze Hoff­nungs­lo­sig­keit der Anhän­ger Jesu brach­ten die Emma­us­jün­ger zum Aus­druck in den Wor­ten: “Wir hoff­ten, er soll­te Isra­el erlö­sen…” (Luk. 24, 21).
  2. Aber das Grab konn­te den unschul­dig Hin­ge­rich­te­ten nicht hal­ten. Er stand auf (Mat­th. 28,1 – 7), wie er es bei sei­ner Lei­den­s­an­kün­di­gung schon eini­ge Male geweis­sagt hat­te. Damit hat­te er dem Tod und Teu­fel die Macht genom­men (Hebr. 2,14–15). Er fuhr vier­zig Tage spä­ter aus dem Krei­se sei­ner Jün­ger gen Him­mel (Apg. 1, 9 – 11). Es schien nur so, als ob der Fer­sen­stich geglückt gewe­sen sei. Schon berei­te­te sich das “Kopf­zer­tre­ten” vor. Der ers­te Advent (Ankunft) Jesu war ein vol­ler Sieg des Hei­lan­des.

Nun stellt sich die Fra­ge, ob Jesus wirk­lich auf­er­stan­den ist. Die­ser Fra­ge ist eine Extra-Sei­te gewid­met: Der Tod und die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti

Prophezeiungen auf Jesus hin und ihre Erfüllung

Altes Tes­ta­mentInhaltNeu­es Tes­ta­ment
1Mo 3,15
1Mo 22,18
2Sam 7,12–13
Heils­plan
Same der Frau besiegt Satan
Segen für alle durch Abra­hams Nach­kom­me
Thron­fol­ger aus Davids Linie
 
1Joh 3,8; Hebr 2,14 Gal 3,16

Lk 1,31–33

Mi 5,1
Jes 7,14
1Mo 49,10
Jes 11,1
Hos 11,1
Jer 31,15
Geburt und Kind­heit
Geburts­ort
Von einer Jung­frau gebo­ren
Aus dem Stamm Juda
Geschlecht Davids
Aus Ägyp­ten geru­fen
Kin­der­mord
Mt 2,1
Mt 1,18–23
Hebr 7,14
Lk 1,31–33
Mt 2,13–15
Mt 2,16–18  
Jes 40,3
Dan 9,25
Jes 61,1–2
5Mo 18,15.18
Jes 53,4
1Mo 22,18
Ps 78,2
Jes 53,10.11
Jes 40,9–11
Jes 53,6.10.11
Jer 23,6; 33,15.16
Dan 9,24–27
Jes 6,9.10
Jes 53,1; 8,14
Ps 118,22.23
Sen­dung und Dienst
Sein Weg­be­rei­ter
Ers­tes Auf­tre­ten des Mes­si­as
Verkündiger/Gnadenjahr Mäch­ti­ger Pro­phet
Hel­fer in Krank­heit
Segen für Völ­ker
Gleich­nis­re­de
Wah­res Süh­ne­op­fer
Der gute Hir­te
Recht­fer­ti­gung durch Jesus
ER-unse­re Gerech­tig­keit
Der Mes­si­as; Gesalb­ter wird getö­tet, Opfer­dienst endet
Volk ver­wirft Leh­ren
Vom Volk ver­wor­fen
Zum Eck­stein gewor­den

Joh 1,19–23
Mt 3,16; Mk 1,14.15
Lk 4,16–21
Apg 7,37.38
Mt 8,16.17
Gal 3,16
Mt 13,34.35
Joh 1,29
Joh 10,7–14
Röm 3,23–26
2Kor 5,21
Joh 1,41; 4,25.26;
Mt 27,50.51;
Hebr 10
Mt 13,14–16
Joh 1,11
Mt 21,42;1Pet 2,6f
Sach 9,9
Ps 41,10
Sach 11,12
Sach 11,13
Ps 25,11
Jes 53,7
Jes 50,6
Jes 53,5
Mi 4,14
Sach 13,7
Ps 22,17–19

Ps 16,10
Sein Lei­dens­weg
Ein­zug in Jeru­sa­lem
Ver­ra­ten vom Jün­ger
Ver­kauft für 30 Sil­ber­stu­cke
Kauf des Töp­fer­a­ckers
Fal­sche Zeu­gen
Schwei­gend erdul­dend
Belei­digt, geschla­gen …
bespien, gegei­ßelt
Als Rich­ter geschla­gen
Die Flucht der Jün­ger
Durch­bohr­te Hän­de und Füße
Los um Gewand
Der Hei­li­ge wird nicht ver­we­sen
Mt 21,1–11; Lk 19,40
Joh 13,18; 19,26
Mt 26,14–16
Mt 27,3–10
Mt 26,59–61
Mt 27,12–14
Mt 26,67; 27,26
Mt 27,26
Lk 22,6
Mt 26,31.56
Mt 27,35–40  

Lk 24,6; Apg 2,25–32; Apg 13,35–37

Ps 68,19
Ps 24,7–10; 110,1
Sach 6,12–13
Sei­ne Him­mel­fahrt
Auf­fahrt in die Höhe, Tri­umph
Zur Rech­ten des Vaters
Hohe­pries­ter-Dienst

Eph 4,8–10
Apg 2,24–36
Hebr 8,1–2

Bücherempfehlung

  • Josh McDo­well – “Evi­dence That Demands a Ver­dict” (deutsch: “Die Bibel im Test”) – hier zu fin­den: CLV / auch online zu lesen.

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Adonai
Immanuel
Ewig-Vater
Vater
Jesus Christus
Heiliger
Wahrheit
König
Fels
Allmächtiger
Gott-Held
Ein Licht in der Finsternis
Vater
Ewiger
König der Könige
Herr der Heerscharen
Allmächtiger
Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre
Starker Gott
Brot des Lebens
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